Hast Du das jetzt wirklich gesagt?

Haters gonna hate – das ist keine neue Erkenntnis. Schwieriger wird es, wenn Menschen in Deinem engsten Umfeld aus Unachtsamkeit Dinge sagen, die Dich verletzen. Was, wenn Freunde oder Familienmitglieder es sich im Diabetes- Fettnäpfchen so richtig gemütlich machen? Dann hilft nur eines: Ruhe bewahren und tief durchatmen. Die meisten dieser verbalen Entgleisungen sind nämlich nicht böse gemeint, sondern entstehen aus Unwissenheit.

Und dagegen kannst Du etwas unternehmen. Je besser Du Dich selbst mit Deiner Erkrankung auskennst, je mehr Du über Diabetes Typ 2 weißt, umso mehr kannst Du auch Dein Umfeld darüber aufklären – und mit einigen Vorurteilen aufräumen. Beim Diabetes Bootcamp erfährst Du eine ganze Menge über Diabetes Typ 2 und wie Du selbst aktiv etwas dagegen unternehmen kannst. Einige Fakten zu typischen Sätzen, die Du als Diabetiker immer wieder zu hören bekommst, haben wir hier für Dich gesammelt:

1. „Mich wundert gar nicht, dass Du Diabetes Typ2 hast. Du hast ja schon als Kind so gerne Süßes gegessen.“

Zu viel Zucker macht Diabetes – das mag für viele Außenstehende einleuchtend klingen, ist aber totaler Quatsch. Die Veranlagung zu Diabetes Typ 2 wird Dir schon in die Wiege gelegt – sie ist nämlich erblich. Ob die Erkrankung dann tatsächlich ausbricht oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den wichtigsten zählen Übergewicht und Bewegungsmangel.

2. „Schau mal, ich hab‘ Dir extra Diabetiker-Kekse gekauft.“

Wahrscheinlich lieb gemeint – aber überhaupt nicht nötig. Denn mit Diabetes Typ 2 musst Du Dich nicht an eine spezielle Diät halten. Für Dich gelten die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für Menschen ohne Diabetes Typ 2. Iss gesund, maßvoll und mit Genuss. Achte auf Dein Gewicht, denn Übergewicht ist ein Trigger für Diabetes Typ 2. Greif lieber zu Gemüse und Obst und verzichte auf Lebensmittel, die zu viel Fett und Kalorien enthalten.


3. „Diabetes Typ 2? Das kriegen doch nur alte Leute!“

Stimmt nicht. Laut dem Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2018, den die Deutsche Diabetes Hilfe und die Deutsche Diabetes Gesellschaft veröffentlichen, geht man derzeit von knapp 6 Mio. Menschen in Deutschland aus, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind. Tatsächlich sind die meisten von ihnen in einem fortgeschrittenen Alter: Rund 1 Mio. der über 80-jährigen hat Diabetes Typ 2. Die Zahl der Neudiagnostizierten ab 40 Jahre hat in den letzten Jahren aber deutlich zugenommen.

4. „Du hast Zucker? Ist doch harmlos!“

Schön wär’s. Leider ist die Zuckerkrankheit nicht so harmlos, wie der Name klingt, sie kann gefährliche Folgeerkrankungen verursachen. Menschen mit Diabetes Typ 2 haben unter anderem ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Umso wichtiger ist es, selbst aktiv zu werden! Mit einem gesunden Lebensstil, viel Sport und guter Ernährung, kannst Du viel dazu beitragen, dass es gar nicht erst dazu kommt.

Es gibt Tage, da kannst Du blöde Sprüche gut wegstecken – und andere, an denen sie Dich besonders treffen? Das ist ganz normal, wir sind schließlich alle nur Menschen. Wichtig ist, dass Du Dich davon nicht dauerhaft runterziehen lässt. Denn es gibt nur eine Person, die dafür sorgen kann, dass Du glücklich bist: Du selbst! Und das ist doch wirklich eine gute Nachricht.

Dein Glücksbeauftragter? Du selbst!

Wusstest Du, dass äußere Umstände und Ereignisse, die wir nicht selbst beeinflussen können, nur einen Anteil von 10% daran haben, ob wir uns glücklich fühlen? Das sagt jedenfalls die Glücksforschung. 50% werden durch unsere Gene beeinflusst und ganze 40% haben wir selbst in der Hand.

Auf die Plätze, fertig, glücklich? Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Im Alltag lässt sich das Glücklichsein trainieren. Tatsächlich findest Du überall kleine Glücksboten, wenn Du die Augen offenhältst. Glaubst Du nicht? Probier’s einfach mal aus:

  • Geh nach draußen
    Die Sonne scheint, am Marktstand gibt es Deine Lieblingsblumen, jemand schenkt Dir ein Lächeln – es gibt so viele Dinge, über die Du Dich freuen kannst. Du musst sie Dir nur bewusst machen.

  • Lachen ist die beste Medizin
    Es tut so gut, richtig herzhaft zu lachen. Sammle alles, worüber Du lachen kannst: lustige Sprüche, Bilder, Cartoons, Geschichten oder Witze und packe alles in eine Box. Ein Griff in Deine Lach-Schachtel macht garantiert gute Laune.

  • Erst denken, dann sprechen
    Was wir sagen, beeinflusst unsere Gedanken und unser Tun. Wenn Du sagst „Ich muss heute noch laufen gehen.“ fühlt sich das nach lästiger Pflicht an und macht nur halb so viel Spaß. Wie wäre es dagegen mit: „Gleich will ich mich noch ein bisschen bewegen.“? So gehst Du viel positiver ans Training und hast bestimmt mehr davon.

  • Die Welt ist Dein Spiegel
    ‚Was Du nicht willst, das man dir tu‘, das füg auch keinem anderen zu“ – kennst Du diesen Spruch? Das funktioniert auch andersherum. Behandle die Menschen um Dich herum so, wie Du von ihnen behandelt werden willst. Wenn Du offen, freundlich und klar auf andere Menschen zugehst, werden sie Dir in den meisten Fällen auch so begegnen.

  • Beweg Dich!
    Dein Kopf ist voll, das Gedankenkarussell dreht sich oder Du hast Dich über etwas geärgert? Ärgere Dich nicht – setz Deine Energie lieber für etwas Positives ein. Geh eine Runde laufen und power Dich so richtig aus. Du wirst sehen, danach geht es Dir besser. Und stolz kannst Du auch noch auf Dich sein.

    Und jetzt: Lass die Leute reden und sei glücklich!

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